Aufgrund der Habilitationsarbeit von G.H. Willital über „Anorektale Manometrie" mit Tip-Kathetern als neue Anwendung von Herzkathetern zur Überprüfung des anorektalen Druckprofils wurde das diagnostische Spektrum von Funktionsstörungen des Enddarms durch Endoskopie und Doppelsaugbiopsie erweitert.
Dadurch konnten angeborene, erworbene, muskuläre, neurologische und psychiatrische Ursachen von Enddarmfunktionsstörungen kausal geklärt werden. Der Ausdruck „ideopathische Obstipation" wurde 1984 dadurch überflüssig.
Mit Hilfe elektronenmikroskopischer Untersuchung (R.R. Lehmann) und durch HPLC-Untersuchungen an Dickdarmbiopsien ist eine genauere Differenzierung und Frühdiagnostik von Funktionsstörungen des Darmes und den sich daraus ableitenden therapeutischen Maßnahmen möglich geworden.
Weiterführung durch die sogenannte „Sektormanometrie", wobei simultan die Druckwerte im Darm von 4 Darmsegmenten abgeleitet werden können. Damit konnte selektioniert die perirektale Muskelfunktion kontrolliert werden.
Literatur