Von 1974 bis 1984 wurde an der chirurgischen Universitätsklinik in Erlangen zusammen mit einem wissenschaftlichen Mitarbeiter-Team in 10 Jahren ein Sphinkter-Ersatz-Implantat für Kinder und Erwachsene entwickelt. 25 Implantationen wurden komplikationsfrei durchgeführt.
Wegen der ungewohnten Tampon-Applikation im Enddarm entstand für die Kontinenz-garantierenden Tampons eine subjektive Gleichgültigkeit und fehlende Einsicht für die Kontinenz-garantierende Tampon-Applikation. Möglicherweise fehlte auch eine Überzeugungskraft und eine langfristige Motivation über die Pflegekräfte, die Eltern und die Ärzte.
Deshalb wurde die Kontinenz-Tampon-Applikation vorübergehend abgebrochen und verschoben, bis sich die pflegerische Versorgungslücke und die notwendige Implantationseinsicht und -überzeugung geändert haben.
Ausschlaggebend für den Sphinkterersatz war die Vermeidung einer Anus-Praeter-Operation in der Bauchdecke.
Implantat: Sphinkterersatzplastik bestehend aus zwei implantierbaren Samarium-Kobalt-Ringhälften, die einen Analtampon mit Magnetstift sicher im Darm stabilisieren.
Literatur