Parallel und in Kooperation mit H.H. Hendren (Boston) wurde eine erfolgreiche Behandlung langstreckiger Ösophagusatresien durch das „magnetische Dehnungsverfahren" durchgeführt. Dieses Verfahren machte in über 90% das Kolon-Interponat, den Magenhochzug und sonstige Ösophagusersatzplastiken überflüssig.
Es besteht darin, dass bei langstreckigen Ösophagusatresien mit Hilfe von Mikro-Eisenzylindern, die in beide Ösophagusstümpfe über einen transmediastinalen Faden gelegt werden, in einem speziellen Magnet-Inkubator die beiden Speiseröhrenstümpfe gedehnt werden. Das Dehnungsergebnis beträgt ca. 1 mm / Tag.
Sobald sich die beiden Speiseröhrenstümpfe durch Dehnung berühren, ist eine Rekonstruktion der Speiseröhre auf operativem Wege möglich. Es bildet sich eine sog. „Autoanastomose" und damit ist die Durchgängigkeit der Speiseröhre hergestellt.
Bildbeschreibungen:
- Bild 1: Langstreckige Ösophagusatresie, Eisenzylinder im proximalen und distalen Ösophagussegment
- Bild 2: Nach 3 Tagen Dehnung der Ösophagussegmente
- Bild 3: Ende der Dehnung. Eine Autoanastomose ist entstanden
Verfahren bei langstreckiger Ösophagusatresie: a) magnetisches Dehnungsverfahren – Autoanastomose, b) mechanisches Dehnungsverfahren
Spezialliteratur: Esophageal Atresia, Willital GH, Myers N, Nihoul-Fékété C., Urban Schwarzenberg Verlag 1984
Literatur