Im Rahmen einer Ausschreibung über chronische Erkrankungen im Kindesalter und konservative Therapiemaßnahmen durch die Stiftung Volkswagen wurde an G.H. Willital (Erlangen) das Forschungsprojekt der konservativen Behandlung der Inkontinenz vergeben. Daraus wurden Polyvinylformal-Anal- bzw. Kontinenztampons entwickelt.
Evidence-based-Untersuchungen ergaben eine sichere Abdichtung des Darmes bei Darminkontinenz aus verschiedenen Gründen zwischen 85% und 90% der Anwender.
Die Analtampons erwiesen sich neben der dadurch erzielten Kontinenzkontrolle therapeutisch effektiv:
- bei der atraumatischen Aufdehnung von Analstenosen
- beim aktiven Schließmuskeltraining bei vorliegender Teilinkontinenz
- als präventive Maßnahme bei bettlägerigen Patienten mit Dekubitus bzw. zur Ausheilung von Dekubital-Geschwüren
- als unmittelbar postoperativer intraanaler Wundverband, um postoperative Komplikationen wie Blutung, Wundruptur und Abszesse zu vermeiden
Weiterentwicklung: Fluoreszenz-Tampons, wobei durch die Eigenschaft der Fluoreszenz eine aktive Nano-Kontraktion der glatten Darmwandmuskulatur ausgelöst wird, die den Tampon im Darm stabilisiert.
Anwendung: Analtampons zur Abdichtung des Darmes bei analer Inkontinenz.
Literatur